
Flageolett - Überirdische Obertöne
Der Begriff Flageolett ist abgeleitet vom altfranzösischen Wort "flageol" = Flöte. Es ist eine besondere Art der Tonerzeugung. Dabei erklingen sehr hohe Töne mit einem ganz eigenen, flötenartigen Klangcharakter.

Ganz ohne Physik geht’s hier leider nicht: Flagoletts sind Obertöne, die durch Teilschwingungen einer Saite entstehen. Aber wie bekommt man die? Schlägt man eine Saite an, schwingt sie ja normalerweise in ihrer ganzen Länge. Berührt man sie nun mit der Greifhand z.B. genau in ihrer Mitte (direkt über dem 12. Bundstab) statt zu greifen, bildet sich beim Anschlagen ein so genannter Schwingungsknoten. Die beiden Hälften der Saite schwingen dann für sich. Das klingende Ergebnis liegt im Vergleich zur leeren Saite um eine Oktave höher und hat zudem den beschriebenen speziellen Sound.
Flageoletts kannst du noch an vielen anderen Positionen des Griffbretts (den so genannten Teilungspunkten) erzeugen, und auf unterschiedliche Art:
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